Von 1811 bis 1869 gehörte das 1810 säkularisierte Kloster Zella mit seinem Land- und Waldbesitz der Mühlhäuser Unternehmerfamilie Lutteroth. Die neuen bürgerlichen Eigentümer hatten aber mit dem Kauf nicht nur Grundbesitz, sondern auch alle Rechte erworben, die das frühere Kloster gegenüber den abhängigen Dörfern Struth und Effelder besaß. Die setzten sie im Renditeinteresse nun durch. Mehr noch, sie ignorierten auch eine Reihe „alter Rechte“, die das Kloster den Dorfbewohnern eingeräumt hatte. Der Vortrag beleuchtet die juristischen Auseinandersetzungen und Konflikte, die sich über Jahrzehnte hinzogen und schließlich in einen Gewaltausbruch mündeten, der im Revolutionsjahr 1848 die ganze Region erschütterte.