Der Super-8 Film ≫Komik – komisch≪ (1988, 29:04min) reagiert mit nonkonformen Bewegungen, experimentellen Kostümen und einer dichten Filmcollage auf gesellschaftliche Normen und Rollenbilder. Humor wird dabei zur widerständigen Praxis, indem er irritiert, Erwartungen unterlauft und alternative Formen von Körperlichkeit und Gemeinschaft sichtbar macht. Gabriele Stötzer (Kamera & Schnitt) spricht über die Entstehung des Films sowie die Arbeit der Künstlerinnengruppe Erfurt im Spannungsfeld von Repression, Subkultur und künstlerischer Selbstbehauptung in der DDR. Zugleich eröffnet der Abend einen Dialog darüber, wie sich Strategien des Widerstands und der Solidarität in gegenwärtigen künstlerischen Kontexten fortschreiben lassen. Das Gespräch findet im Rahmen der Ausstellung ≫Humor als Waffe≪ statt.
Ausstellung: EIGENHEIM Weimar
Produktion: Bianka Voigt
Kuration: Konstantin Bayer
Gefördert durch: Kulturstiftung des Freistaats Thüringen, Stadt Weimar