Es ist November 2021 und 26 Kunstschätze des Königreichs Dahomey verlassen Paris und kehren in ihr Herkunftsland, das heutige Benin, zurück. Zusammen mit Tausenden anderen Gegenständen wurden sie 1892 von französischen Kolonialtruppen geraubt. Doch wie sollen die zurückkehrenden Objekte in einem Land, das sich während ihrer Abwesenheit stark verändert hat, empfangen werden? Unter den Studierenden der Universität von Abomey-Calavi in Benin entflammt eine politische Debatte. Der mit dem goldenen Bären 2024 preisgekrönte Film von Regisseurin Mati Diop beleuchtet die vielschichtigen Sachverhalte rund um Aneignung, Selbstbestimmung und Restitution. Im Zuge dessen wirft er auch einen poetischen Blick auf eine oft vernachlässigte Vergangenheit.
FR/SN/BJ 2024, OmU, 67 min, FSK o. A., R: Matti Diop
+ Filmgespräch am 08.09.26 mit Susanne Buckley-Zistel und Vanessa
Franke im Kontext der Tagung „Vom Antun, Erleiden und Bewahren“