Óscar Restrepos Besessenheit von der Poesie hat ihm bislang keinen Ruhm gebracht. Er ist zum lebenden Klischee des erfolglosen Dichters geworden, launisch, oft betrunken und ständig pleite. Dazu lebt er in seinen 50ern wieder bei seiner Mutter und muss in einer Schule unterrichten. Nur die Begegnung mit der talentierten Schülerin Yurlady gibt ihm neuen Lebensmut. Ein Funke Licht keimt in seinem Schattendasein auf. Er wird ihr Mentor und will sie als Dichterin berühmt machen. Aber ist es richtig, sie in eine Welt einzuführen, die ihn so enttäuscht zurückließ? Der Film erhielt bereits einige Preise und Nominierungen bei Festivals, darunter den Jurypreis in der Reihe „Un Certain Regard“ in Cannes 2025. Das überrascht nicht, denn Regisseur Simón Mesa Soto ist hier ein kluger, witziger und zugleich berührender Film über die innere und äußere Zerrissenheit gelungen.
CO/DE/SE 2025, 123 min, OmU, FSK 16, R: Simón Mesa Soto, D: Ubeimar Rios, Rebeca Andrade, Guillermo Cardona u.a.