Was geschieht mit dem Menschen und seiner Welt, wenn alles um ihn herum in Flammen aufgeht?
„Ukraine in Flammen“ erzählt von der Fähigkeit, inmitten von Zerstörung Menschlichkeit zu bewahren und das Leben neu aufzubauen. Fotografien, Grafik, Keramik und Animation erforschen einen existenziellen Widerstand. Wie ein Schmetterling, der für den Flug geschaffen ist und sich nun gegen die Vernichtung wehren muss, wird die Kunst zum Überlebensraum.
Das versehrte Land wird zum lebendigen Körper: Wälder brennen, Böden sind vergiftet, Bäume von Glasfaserkabeln der Drohnen umwoben. Und doch pulsiert das Leben: Vögel bauen Nester aus den Trümmern des Krieges.
Gezielte russische Angriffe auf Museen, Bibliotheken und Archive zerstören Zeugnisse der Identität. Die in der Ausstellung präsentierte virtuelle Galerie des Museums der gestohlenen Kunst holt das zurück in den öffentlichen Raum, was geraubt, beschädigt oder zerstört wurde.
Denn erinnern kann man nur, was man kennt – und die Bewahrung von Erinnerung wird zu einer neuen Form des Widerstands.
Das Themenjahr 26/27 des Stockwerk e.V. verbindet politische und ökologische Krisen unter dem Thema BRÄNDE. Ausstellungen, Performances und Dialogformate untersuchen die Spuren von ökologischer Zerstörung und demokratischer Erosion. Künstlerische und dokumentarische Perspektiven schaffen Räume für Erinnerung und Imagination - und für die Frage, wer gestaltet, was nach dem Brand nachwächst.