Fr. 01.05. 14:00 Uhr

100. Geburtstag von Andrei Iwanowitsch Moiseenko

Würdigung des Weimarer Ehrenbürgers

Andrei Iwanowitsch Moiseenko, einer der letzten Überlebenden des KZ Buchenwald und der NS-Zwangsarbeit, wird am 1. Mai 2026 einhundert Jahre alt - und das feiern wir in Weimar gemeinsam mit Andrei, Wegbegleiter:innen sowie Vertreter:innen aus Kultur und Gesellschaft.

Wir laden herzlich ein, diesen einmaligen Anlass mitzuerleben! In einer festlichen und zugleich persönlichen Atmosphäre entsteht ein Raum des Erinnerns und Feierns: Mit Filmausschnitten aus zentralen Stationen seines Lebens, musikalischen Überraschungsacts und einer Gesprächsrunde.

Mit: Andrei Iwanowitsch Moiseenko, Knut Elstermann, Volny-Chor, Dirk Sobe, Jens-Christian Wagner (Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora), Valentin Schwarz (DNT Weimar), Ralf Kirsten (Bürgermeister), Dorothee Schlüter (Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus), Anne Friebel (Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig), Hannes Farlock, Gero Fedtke (Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt) und Lena Sarah Carlebach (IKBD) u.a.

Ein Mensch, der nicht mit seinem Schicksal hadert.

Andrei Iwanowitsch Moiseenko kam in der jungen Sowjetunion zur Welt. Früh verlor er seine Mutter. Sein Vater fiel 1941 im ersten Kriegsjahr nach dem deutschen Überfall. Bald darauf besetzte die Wehrmacht die Ukraine und Andrei wurde mit 15 Jahren zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt.

In Leipzig musste er für die Firma HASAG arbeiten. Im Februar 1944 wurde ihm vorgeworfen, einer Widerstandsgruppe anzugehören. Die Gestapo steckte ihn zunächst in das Leipziger »Ausländergefängnis« Riebeckstraße, schließlich wurde er in das KZ Buchenwald verschleppt. Dort musste er unter lebensfeindlichen Bedingungen im Steinbruch Schwerstarbeit leisten. Im Herbst 1944 wurde er in das KZ Außenlager Wansleben gebracht und zur Arbeit für die Rüstungsindustrie gezwungen.

Nach der Befreiung 1945 gab Andrei nicht auf - auch nicht, als in den Nachkriegsjahren fast alle seine Familienangehörigen starben. Heute lebt er in Minsk, Belarus, als Selbstversorger, fährt noch immer Fahrrad und begegnet jedem Tag und jedem Menschen mit Neugier - leidgeprüft, aber nicht verbittert.

Preis:
Ermäßigt 0 €
Schülerinnen und Schüler (16 - 20 Jahre) 0 €

Weitere Informationen:
Website

Veranstaltungsort:
Deutsches Nationaltheater Weimar, Großes Haus
Theaterplatz 2
99423 Weimar

Veranstalter:
Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar
Theaterplatz 2
99423 Weimar

Website