„Sodom“ nennen die Bewohner ihren Stadtteil Agbogbloshie. Dieses Gebiet von Ghanas Hauptstadt Accra gehört zu den am schlimmsten verseuchten Orten der Welt: Obwohl es nach der Basler Konvention von 1989 verboten ist, werden jährlich 250.000 Tonnen Elektroschrott aus Europa und anderen Ländern hierher verschifft. Die Dokumentation portraitiert Menschen, deren Lebensumstände mit der gigantischen Elektromülldeponie verwoben sind. In Off-Kommentaren schildern sie ihren harten Alltag und die Bedeutung, die der dystopisch anmutende Lebensort für sie einnimmt. Mit klarer Bildsprache, langen Einstellungen und reduzierter Filmmusik ist ein Gesamtwerk mit großer emotionaler Wucht entstanden.
AT/GH 2018, 92 min, OmU, FSK 6, R: Florian Weigensamer, Christian Krönes
+ Nachgespräch am 15.10. mit Akteuren des Repair-Cafés „Kabel und Faden“