Sat 23.05. 19:30 Uhr

Blobel Award 2026 Preisträgerkonzert

Zum nunmehr fünften Mal verleiht Bach in Weimar den Günter Blobel Award „Addicted to Bach“ an einen jungen Künstler! Der international gefragte Gambist und Cellist Thomas Fields ist ein Ausnahmetalent und zeigt, wie wunderbar Bach auch die tiefen Streichinstrumente, die Viola da gamba und das Violoncello, als Solo-Instrumente in Szene setzt.

Über den Künstler

Thomas Fields ist sowohl auf der Viola da gamba als auch auf historischem Cello als Solist und Kammermusiker tätig. Im Jahr 2025 erhielt er den ersten Preis beim 13. Internationalen Telemann-Wettbewerb und war damit der erste Gambist mit dieser Auszeichnung. Er konzertiert in Europa und Nordamerika, u.a. bei Festivals wie dem Utrecht Early Music Festival, den Magdeburger Telemann-Festtagen oder der Residenzwoche München. Mit seinem Ensemble False Consonance gewann er 2024 den Titel “Rheinsberger Hofkapelle” und war in der Saison 2024-2025 Ensemble-in-residence im historischen Schloss Rheinsberg. Er tritt außerdem regelmäßig mit dem New Yorker Ensemble A Golden Wire auf.

Nach seinen Studienabschlüssen auf dem modernen Violoncello in den USA studierte er bei Prof. Hille Perl (Viola da gamba) und Prof. Olaf Reimers (historisches Violoncello) an der Hochschule der Künste Bremen. Außerdem schloss er ein Meisterklassenstudium im Fach Viola da gamba an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Friederike Heumann ab. Thomas wohnt in Bremen, wo er mit seinem Ensemble die Konzertreihe “Alte Musik im Focke” im Bremer Landesmuseum gründete.

Über das Programm

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)

Suite Nummer VI für Violoncello solo BWV 1012 

Prelude - Allemande - Courante - Sarabande - Gavotte 1, 2 - Gigue

 

Sonate g-moll BWV 1029 für Viola da gamba und obligates Cembalo

Vivace - Adagio - Allegro

 

 

„ … ein Triumph des Geistes über die Materie“ (Philipp Spitta )

Die sechs Suiten für Violoncello Solo von Bach sind bis heute ein Solitär im Repertoire dieses Instruments und gehen - ebenso wie die Solosonaten und Partiten für Violine - an die Grenzen des spielerisch möglichen. Lange Zeit als eine Art „Etüden“ eingestuft, sind sie heute bei Spielern und Publikum gleichermaßen beliebt und bewundert. Eine Besonderheit im Rahmen dieses Zyklus ist die hier erklingende sechste Suite, die Bach für ein Cello schrieb, dem eine fünfte Saite (eine zusätzliche, hohe e-Saite) hinzugefügt wird. Die strahlende und festliche Tonart D-Dur erfährt hierdurch eine Erweiterung, die weit mehr als nur „bautechnischer Natur“ ist: Die zusätzliche Saite erlaubt eine verschwenderische Fülle an Akkorden und und Mehrstimmigkeit, sowie eine hohe Lage und auf die Spitze getriebener Virtuosität.

Die Sonate für Viola da gamba und obligates Cembalo g-moll, BWV 1029 ist ein faszinierendes Beispiel für Bachs Vielgestaltigkeit in der Kammermusik: Im Grunde genommen ist es eine Triosonate für zwei Spieler. Das Cembalo fungiert hier nicht als „Begleitinstrument“, sondern die rechte Hand des Cembalos stellt eine eigene Melodiestimme dar, somit erzeugen zwei Spieler die Komplexität eines dreistimmigen Satzes, der mitunter geradezu Züge eines „Concerto“ trägt.

Spannend: Zur Zeit ihrer Entstehung (die nicht genau zu datieren ist, aber dem späten Stil Bachs zwischen 1738 und 1741 zugeordnet wird) war die Viola da gamba eigentlich schon „auf dem Rückzug“ gegenüber dem modernen Violoncello. Bach jedoch schreibt hier kein „nostalgisches“ Werk, sondern nutzt auch die Möglichkeiten der Gambe auf höchstem kompositorischen und spieltechnischen Niveau.

Preis:
Tickets erhalten Sie im Vorverkauf bei der Tourist Information Weimar, Markt 4, Tel. (03643) 745 745 (zzgl. Vorverkaufsgebühr)
oder 60 Minuten vor Konzertbeginn an der Abendkasse in der Hotellobby
20€ | ermäßigt 15€
Kinder bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt

Veranstaltungsort:
Lichtsaal im Hotel Elephant
Markt 19
99423 Weimar
+493643802610

Veranstalter:




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