Tue 05.05. 14:00 Uhr

Chernobyl Herbarium – ein dialogischer Rundgang

Ein dialogischer Rundgang durch die Ausstellung mit der Kuratorin des Deutschen Gartenbaumuseums

„Chernobyl Herbarium“ von Anaïs Tondeur

Eine Sonderausstellung im Deutschen Gartenbaumuseum

Anlässlich des vierzigsten Jahrestags der Reaktorkatastrophe (26.04.1986) von Tschernobyl zeigt das Deutsche Gartenbaumuseum die Ausstellung „Chernobyl Herbarium“ der französischen Künstlerin Anaïs Tondeur. Im Mittelpunkt steht eine künstlerisch-forschende Langzeitstudie, die sich mit den unsichtbaren, dauerhaften Spuren nuklearer Kontamination auseinandersetzt.

Die Ausstellung präsentiert vierzig Rayogramme von Pflanzen aus der Sperrzone, gesammelt über vier Jahrzehnte. Für ihre Entstehung wurden die Pflanzen direkt auf lichtempfindliches Papier gelegt, sodass ihre eigene Reststrahlung feine Schattenbilder hinterließ. So entstanden geisterhafte, an Röntgenaufnahmen erinnernde Silhouetten, die als poetische Zeugnisse einer kontaminierten Natur wirken.

Das vierzigste Blatt wird erstmals in Erfurt gezeigt und bildet den symbolischen Abschluss des Projekts. In ihrer Ästhetik verbindet die Serie Wissenschaft und Kunst, Sichtbarkeit und Verlust. Vor dem Hintergrund ökologischer Krisen und nuklearer Bedrohung bleibt Tondeurs Werk hochaktuell, indem es das Bewusstsein für die Verletzlichkeit unserer Umwelt schärft und verdeutlicht, wie Kunst zu einem Medium des Erinnerns und Mahnens werden kann.

Ein Exkurs erinnert mit einer Auswahl an Staatssicherheits-Dokumenten, wie die DDR mit der Reaktorkatastrophe umgegangen ist.

Preis:
Keine Information

Weitere Informationen:
Website

Veranstaltungsort:
Deutsches Gartenbaumuseum
Gothaer Str. 50
99094 Erfurt

Veranstalter:
Deutsches Gartenbaumuseum
Gothaer Str. 50
99094 Erfurt

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