Es ist Frühsommer, warme Luft weht über die Felder der Provence, doch die sonnige Idylle ist trügerisch. Eine geheimnisvolle Frau aus der Stadt Arles erhitzt die Seelen des Dorfes. Der junge Federico stürzt sich ihretwillen in den Abgrund verzweifelter Eifersucht. Und das, obwohl die namenlose Frau, die der Oper den Titel gibt, kein einziges Mal die Szene betritt.
Der süditalienische Komponist Francesco Cilea beherrscht den dramatischen Tonfall aufwallender Leidenschaft, den dieser Stoff erfordert. Sein Mitgefühl für die Figuren seines Stückes gießt er in zartschmelzende Melodien voller Empfindung. Die große Kunst seiner Tonmalerei erschafft in der konzertanten Aufführung ein Bühnenbild vor dem inneren Auge. Unter dem versierten und energetischen Dirigat von Musikdirektor Daniel Carter heben wir mit »L'Arlesiana « einen hochkarätigen musikalischen Schatz auf die Bühne.