Der Ruf »Wir sind das Volk« hat in über 35 Jahren unzählige Comebacks erlebt. Doch wer ist heute eigentlich »Wir« und begreift sich jeweils darunter? Was verbindet, was trennt das »Wir« voneinander? Was sind die Ursachen und Gründe von Spaltung und Einigkeit, von Wut, Zuversicht und Zweifel?
Um das herauszufinden, haben Regisseurin Luise Voigt und Dramaturgin Eva Bormann mit 50 Menschen aus Weimar und Thüringen gesprochen. Die Menschen, denen die beiden im Gespräch begegnet sind, bewegen sich zwischen den Jahrgängen 1929 und 2008. Sie sind unter anderem aus der Politik, Schüler*innen, aus der Ukraine Geflohene, Pflegekräfte und Aktivist*innen, aus der Bäckerei nebenan, dem Handwerk und dem Pfarramt, Kunstschaffende und Mitarbeitende der Lebenshilfe.
Ihre verschiedenen ›Stimmen‹ lässt die Inszenierung zu Wort kommen. Aus ihren Lebensgeschichten ist ein Abend entstanden, der sich mitten ins Herz der Stadt und ihrer Menschen begibt. Menschen wie Sie und ihr, wie Du und ich, wie wir?