In diesem autobiografischen Filmessay geht die 80-jährige Dokumentarfilmikone Agnès Varda anhand von Bildmetaphern über Meer und Ufer ihren Lebensspuren nach. Fotos, Filmsets und Ausschnitte aus ihren Filmen tauchen dabei als Strandgut auf; ehemalige Weggefährten halten Zwiesprache mit ihr, Erinnerungen tanzen wie Wellen. Ein betont subjektives, vor inszenatorischen Einfällen sprühendes Selbstporträt, das sich auch als Reflexion über das Filmemachen lesen lässt. Entstanden ist ein sommerlich leichtes, zwischen Dokumentarfilm und Tagtraum oszillierendes Bildermosaik, das mit einer sanften Melancholie betört. DIE STRÄNDE VON AGNÈS erhielt 2009 den César in der Kategorie Bester Dokumentarfilm.
FR 2008, 108 min, FSK 12, R: Agnès Varda