KINDER AUS VERBOTENEN BEZIEHUNGEN ZWISCHEN DEUTSCHEN UND KRIEGSGEFANGENEN ODER ZWANGSARBEITER:INNEN
Wanderausstellung der Gedenkstätte Lager Sandbostel
04.11.2026 ‒ 17.01.2027, Boris-Romantschenko-Saal, Museum Zwangsarbeit
Während der Zeit des Nationalsozialismus waren freundschaftliche und intime Kontakte zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter:innen unerwünscht. Zum Teil waren sie streng verboten.
Doch sie sind »trotzdem da«: Kinder, die aus solchen Beziehungen hervorgegangen sind. Ihre Geschichten wurden lange tabuisiert. Sie sind wissenschaftlich wenig erforscht und in der Erinnerungskultur kaum präsent.
Das Ausstellungsteam von »trotzdem da!« hat mehr als 20 Kinder aus verboten Beziehungen aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden ausfindig gemacht. Die Ausstellung erzählt ihre Lebensgeschichten und beleuchtet ihre Erfahrungen von Ausgrenzung und Diskriminierung in der Nachkriegszeit ebenso wie die Verfolgungsgeschichten ihrer Eltern.
»trotzdem da!« ist ein überregionales Forschungs- und Ausstellungsprojekt der Gedenkstätte Lager Sandbostel in Niedersachsen, gefördert durch die Bildungsagenda NS-Unrecht von 11/2022 bis 12/2024 von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF).