Harings Kunst, reduziert auf klare Umrisslinien ist sofort wiedererkennbar.
Sein „tag“ war das krabbelnde Baby im Strahlenkranz: „Das Baby ist zu meinem Logo geworden, weil es die reinste und positivste Form menschlichen Lebens darstellt.“ Haring nutzte Kunst als gesellschaftspolitisches Medium. Der öffentliche Raum spielte eine Schlüsselrolle – als Fläche für Poster, großformatige Wandbilder oder Plakatkampagnen. Inspiriert vom pulsierenden New York mit Punk, Hip-Hop, Breakdance und Graffiti, bezog Haring Stellung zu aktuellen Themen: atomare Abrüstung, Umweltschutz, Gleichberechtigung und Diversität. Selbst an Aids erkrankt, setzte er seine Kunst ein, um die Krankheit zu enttabuisieren.
Das Kunsthaus zeigt rund 80 Künstlerposter, die Harings thematische Vielfalt sichtbar machen – von Menschenrechten und Toleranz über Kinderbildung bis hin zur Aufklärung über Aids. Die Ausstellung wurde vom Kurator Dr. Jürgen Döring des Museums für Kunst und Gewerbe zusammengestellt und von der Kunsthistorikerin Susanne Flesche für das Kunsthaus Apolda kuratiert