Greiz - Die Perle des Vogtlandes
Die im Thüringer Vogtland gelegene erstmals 1209 erwähnte, Park- und Schlossstadt Greiz, auch "Perle des Vogtlandes" genannt, war über Jahrhunderte Residenzstadt der Fürsten Reuß älterer Linie. Dieser Zeit verdankt die heutige Kreisstadt ihre drei Schlösser, das Obere Schloss, Untere Schloss und das Sommerpalais sowie zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Umrahmt von waldreichen Höhenzügen und Berghängen schlängelt sich die Weiße Elster durch das Tal und mitten durch die Stadt, deshalb überquert der Besucher mit oder ohne "fahrbaren Untersatz" in Greiz und im Umland zahlreiche Brücken.
Highlights / Sehenswertes


Oberes Schloss Greiz
Das ehemalige Residenzschloss und Wahrzeichen der Stadt Greiz erhebt sich auf einem 50 m hohen Bergkegel inmitten der Stadt. Es wurde 1209 und 1225 erstmals urkundlich erwähnt. Der Besucher findet in diesem ehrwürdigen Gebäude bei einem Rundgang zahlreiche interessante Details und es eröffnen sich wunderschöne Blicke auf die Stadt und die Umgebung.


Unteres Schloss Greiz
Das Schloss wurde 1564 neben der Stadtkirche St. Marien erbaut und nach dem Stadtbrand von 1802 im klassizistischen Stil wiedererrichtet. Heute beherbergt es in den ehemaligen Repräsentationsräumen das Museum sowie in einem Seitenflügel die Textile Schauwerkstatt und die Tourist-Information Greiz.


Sommerpalais im Greizer Park
Das Sommerpalais wurde von 1769 bis 1779 im frühklassizistischen Stil errichtet. Es beherbergt heute wertvolle Kunstsammlungen: die Bücher- und Kupferstichsammlung mit berühmten englischen Schabkunstblättern und das SATIRICUM (historische und zeitgenössische Karikaturen).


Greizer Park
Der Greizer Park wurde um 1650 als kleiner barocker Lustgarten angelegt. Nach 1800 erfolgte die Umwandlung des Parkes nach englischem Vorbild. Heute ist der Greizer Park ein Landschaftspark im englischen Stil von internationaler Bedeutung und mit einer Vielzahl dendrologischer Besonderheiten.


Stadtkirche St. Marien
Die Kirche wurde 1225 erstmals urkundlich erwähnt. Die heutige Gestaltung entstand nach dem Stadtbrand von 1802. Auf der ersten Empore befindet sich der Prunksarg Heinrich VI.


Jugendstil
Nach dem Stadtbrand von 1902 entstand der heute noch vollständig erhaltene Straßenzug Marktstrasse/Thomasstrasse in den unterschiedlichsten Arten des Jugendstils. Auffallend ist das Glasmosaik am Eckhaus Burgstrasse/Marktstrasse.


Hauptwache „Alte Wache“
1819 wurde die Wache im klassizistischen Stil erbaut. Der offene Vorraum wird von vier dorischen Säulen gestützt. In der Giebelfront befindet sich das reußische Landeswappen. Die Wache beherbergt heute eine Dauerausstellung mit Werken der Greizer Holzbildhauerin Elly-Viola Nahmmacher.


Rathaus
Im neogotischen Stil mit einem viereckigen Turm erbaut. Nach dem Stadtbrand von 1802 in der jetzigen Form von 1840 – 1841 wieder errichtet und durch einen Anbau 1909 ergänzt.


Marktbrunnen
Nach alten Abbildungen (Stadtansichten) in moderner Form gestaltet und 1993 eingeweiht. 2005 wurde die moderne Brunnensäule durch eine nach historischen Vorlagen gefertigte Nachbildung ausgetauscht.

