Gotha - Die Residenzstadt
"Gotha ist alt - Gotha ist schön" Gotha, reizvoll zwischen Thüringer Wald und der Nationalparkregion Hainich gelegen, empfiehlt sich heute Kulturreisenden und Naturfreunden zugleich als lohnendes Ziel für eine außergewöhnliche wie auch facettenreiche Reise. Bereits 775 wurde Gotha in einer Urkunde Karl des Großen als "villa gotaha" erwähnt. Unter Herrschaft der Thüringer Landgrafen und Kurfürsten entwickelte sich Gotha zu einer bedeutenden Stadt Thüringens. Im 17. und 18. Jahrhundert erreichte das Gothaer Verlagswesen eine über die deutschen Grenzen hinausgehende Bedeutung. Der deutsche Adelskalender wurde als "Der Gotha" ebenso wie Karten und Atlanten zu einem Markenzeichen der Stadt.
Highlights / Sehenswertes


Schloss Friedenstein
Schloss Friedenstein ist die größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands. Bemerkenswert ist die historische Kontinuität des Ensembles aus Schloss, Park, Kirche, Theater, Bibliothek, Archiv und fürstlichen Sammlungen, die bis heute an einem Ort erlebbar ist. Hinter der schlichten Außenfassade verbergen sich prunkvolle fürstliche Gemächer. Im Westturm befindet sich das bekannte barocke Ekhoftheater, das über eine originale und funktionstüchtige Bühnenmaschinerie verfügt, mit der sich das Bühnenbild in Sekundenschnelle verwandeln lässt. Während des viel besuchten sommerlichen Ekhof-Festivals lässt sich das Theater in Aktion erleben.


Museum der Natur
Südlich des Schlosses liegt das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Herzogliche Museum, in dem sich heute das Museum der Natur befindet. Hervorgegangen aus dem herzoglichen Naturalienkabinett zeigt es heute u. a. Ausstellungen zum Thüringer Wald, zum Artenschutz und zu den berühmten Tambacher Ursauriern.


Schlosspark und Orangerie
Schloss Friedenstein wird umgeben von einer großzügigen Parkanlage, die im 18. Jahrhundert angelegt wurde – der älteste Englische Garten auf dem Kontinent. Besonders eindrucksvoll ist die Anlage der Orangerie, die dem vom Schloss kommenden Besucher im Sommer wie ein blühendes Amphitheater zu Füßen liegt.


Wasserkunst und Cranach-Haus mit Pumpwerk
Der im 14. Jahrhundert zur Gebrauchswasserversorgung der Stadt erbaute Leinakanal wurde Ende des 19.Jh. zur Wasserkunst gefasst. Im Cranach-Haus am Hauptmarkt 17, einem zweigeschossigen Barockgebäude, wurde die Gattin Cranachs geboren. Das Familiendoppelwappen ist rechts am Portal zu sehen ( Cranach – geflügelte Schlange, Cranachs Schwiegersohn Dasch, eine Tasche ) . Im Keller des Hauses befindet sich das Pumpwerk für die Wasserkunst aus dem Jahre 1895. Das Pumpwerk ist zu besonderen Anlässen und auf Anfrage zu besichtigen.


Augustinerkloster und –kirche
Als Klosterkirche erbaut war die Augustinerkirche Teil der Klosteranlage der Mönche des Augustiner – Eremitenordens. Noch heute erinnert der schöne gotische Kreuzgang von 1366 an diese Zeit. Das Innere der Kirche wurde unter Herzog Ernst I. 1675-1680 umgebaut und barockisiert. Eine Gedenktafel erinnert an mehrere Predigten des Augustinermönchs Martin Luther in dieser Kirche. Der mit Luther befreundete Reformator Friedrich Myconius, der 1546 in Gotha starb, ist hier begraben.


Rathaus und Hauptmarkt
Bereits 775 wurde Gotha in einer Urkunde Karl des Großen als „villa gotaha“ erwähnt. Die glanzvoll restaurierten Bürgerhäuser mit barocken Hausportalen am Hauptmarkt und das historische Rathaus, ein repräsentativer Renaissancebau, der 1567-74 als Kaufhaus errichtet wurde, erinnern noch heute an den Wohlstand aus dieser Zeit.


Margarethenkirche und Neumarkt
Die protestantische Stadtkirche, die als imposantes Bauwerk den Neumarkt der Stadt prägt, ist seit 1675 Begräbnisstätte der Familie Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg und wird als Konzertkirche mit Schukeorgel genutzt Vom Turm der Margarethenkirche bietet sich ein imposanter Blick über die Stadt Gotha bis hin zu den Bergen des Thüringer Waldes.


Buttermarkt
Seinen Namen trägt der Buttermarkt aus der Historie, als Bauern der Umgebung hier Fleisch- und Molkereierzeugnisse feilboten. Alle 3 Marktplätze zeigen historische Hausmarken als Symbol der Familien bzw. des Handwerks und Hausportale aus dem Barock und der Renaissance.

