Eisenach - Die Wartburgstadt
"Die Gegend ist überherrlich" - so beschrieb Goethe die Landschaft um Eisenach. Die Stadt und die Wartburg sind durch weltberühmte Persönlichkeiten bekannt. Auf der Wartburg - Weltkulturerbe der UNESCO, lebte die Heilige Elisabeth, Martin Luther übersetzte das Neue Testament und Richard Wagner wurde zu seiner Oper "Tannhäuser" inspiriert. Eisenach ist die Geburtsstadt von Johann Sebastian Bach, Martin Luther ging hier drei Jahre zur Schule und Fritz Reuter verbrachte in Eisenach seinen Lebensabend. Seit über einhundert Jahren haben in Eisenach Automobilbau und Entwicklung Tradition.
Highlights / Sehenswertes


Wartburg
Die seit 1999 zum UNESCO Welterbe zählende Burg ist seit fast tausend Jahren wehrhafte Feste und prächtige Residenz. Die höfische Kunst des Mittelalters, das Leben der heiligen Elisabeth, Martin Luthers Übersetzung des Neuen Testaments, das Fest der deutschen Burschenschaften und Wagners romantische Oper Tannhäuser machen die Wartburg zum Zeugen deutscher Geschichte und Kultur


Bachhaus
Das Bachhaus Eisenach – das „klingende Museum“ in seiner Geburtsstadt – zeigt die weltweit größte Ausstellung zum Leben und Werk von Johann Sebastian Bach. Für jeden Besucher gibt es einen Live – Musikvortrag auf historischen Instrumenten im historischen Haus; im modernen Neubau kann man ein begehbares Musikstück erleben.


Lutherhaus
Das wohl schönste und älteste Fachwerkhaus Eisenach ist ca. 500 Jahre alt und beherbergt eine modern gestaltete Ausstellung, das evangelische Pfarrhausarchiv und ein Bibelcafé. Hier bei den Cottas fand Martin Luther von 1498 – 1501 während seiner Schulzeit so liebevolle Aufnahme, dass er Eisenach später „meine liebe Stadt“ nannte.


Georgenkirche
Die um 1182 gebaute Kirche ist die Traukirche der heiligen Elisabeth von Thüringen. Martin Luther stand als Kurrendesänger auf der Empore, später predigte er hier. Johann Sebastian Bach wurde am 23. März 1685 in dieser Kirche getauft; über 132 Jahre lang haben vier Generationen der Bachfamilie die Orgelbank besetzt.


Automobile Welt Eisenach
Das Museum im authentischen Werksgebäude O2 von 1935 dokumentiert die über 110jährige Automobilbautradition in Eisenach von 1898 mit der Fahrzeugfabrik Eisenach AG über die Dixi - , BMW – und Wartburg – Ära bis in die Gegenwart mit der Adam - Opel – AG seit 1991.


Reuter – Wagner – Museum
In der 1868 durch Ludwig Bohnstedt erbauten Neorenaissance – Villa lebten der Mecklenburger Schriftsteller Fritz Reuter und seine Frau Luise bis zu ihrem Tod. Danach wurde das Haus von der Stadt erworben und beherbergt heute nicht nur das Museum für Fritz Reuter, sondern auch die weltweit zweitgrößte Richard – Wagner – Sammlung nach Bayreuth.


Stadtschloss
Das Mitte des 18. Jahrhunderts entstandene Stadtschloss wurde im Auftrag des Herzogs Ernst August durch Gottfried Heinrich Krohne errichtet. Heute wird es vom Thüringer Museum für Sonderausstellungen und die Präsentation der Porzellansammlung genutzt.


Predigerkloster
Das 1240 zu Ehren der Heiligen Elisabeth geweihte Kloster ist eines der ältesten Bauwerke der Predigermönche in Thüringen. In der zum Thüringer Museum gehörenden Predigerkirche ist eine Sammlung „Mittelalterliche Schnitzplastiken in Thüringen“ untergebracht.


GrĂĽnderzeitvillen
Zwischen 1862 und dem 1. Weltkrieg entstand eines der größten Villengebiete in Europa mit Villen in allen Spielarten des Historismus und des Jugendstils.


Alte Mälzerei
Die „Alte Mälzerei“ ist ein einzigartiges industrieromantisches Denkmal aus dem Jahr 1873, das als Industriemuseum genutzt wird. Hier wurde das internationale Jazzarchiv eingerichtet. Im Jazzkeller gastieren nationale und internationale Interpreten.


Gedenkstätte „Goldener Löwe“
Hier wurde am 7. August 1869 der Gründungskongress der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei eröffnet. Heute befinden sich Dauerausstellungen zu „August Bebel. Ein Großer der deutschen Arbeiterbewegung “ und zum Thema „Eisenach zur Zeit des Kongresses 1869“ in dem Gebäude.


Burschenschaftsdenkmal
Das 1902 eingeweihte Denkmal in Form eines Rundtempels wurde den Angehörigen der Burschenschaften gewidmet, die in den Kriegen um die Herstellung eines einheitlichen deutschen Nationalstaates fielen. Den Besucher erwarten u. a. ein monumentales Deckengemälde und ein Panoramablick nach Besteigung des Turms.

